Die Grabkapelle wurde nach dem Tode der Königin Kathrina erbaut. Sie entstand zwischen 1820 und 1824 nach einem Entwurf des in Italien geborenen Hofbaumeisters Giovanni Salucci an der Stelle der Burg Württemberg, dem Stammbaum des Hauses Württemberg. Die Grabkapelle in Stuttgart-Rotenberg wurde von König Wilhelm I. als ewiger Liebesbeweis für seine jung verstorbene Gemahlin Katharina erbaut. Vielen Liebenden gilt sie als romantischster Ort des Landes mit einem herrlichen Blick auf das Neckartal bei Stuttgart. Die Bauform ist merklich inspiriert von der Villa Rotonda Andrea Palladios. Wie bei dieser stehen bei der Grabkapelle in allen vier Himmelsrichtungen identische Portiken um einen Zentralbau, der dort kubisch, hier zylindrisch aufgeführt ist. Die Kapelle steht frei inmitten der Weinberge über dem Neckartal und ist mit ihren ins Kolossale weisenden Proportionen vollkommen auf die Fernwirkung ihrer exponierten Lage ausgerichtet. Im Innenraum der Grabkapelle, der etwa 20 Meter hoch ist und einen Durchmesser von rund 24 Metern hat, sind Kolossalstatuen der vier Evangelisten in Wandnischen aufgestellt. Sie bestehen wie die beiden Sarkophage im Untergeschoss aus Carraramarmor und wurden von Hofbildhauer Johann Heinrich Dannecker (Evangelist Johannes), seinem Schüler Theodor Wagner und nach Entwürfen des Dänen Bertel von Thorvaldsen gefertigt. Die Statue des Evangelisten Markus stammt von Bildhauer Johann Nepomuk Zwerger. Schauen Sie sich die Schmalseite des Sarkophags genauer an: Löwe und Hirsch, die Wappentiere Württembergs, liegen schlafend am Boden. Beide halten eine Lanze, auf deren oberen Enden ein Adler und eine Eule sitzen sie symbolisieren die Tugenden Wachsamkeit, Stärke und Klugheit.